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Wanderatlas Paznaun

Wandern in der Silvretta, Verwall- und Samnaungruppe

224 Seiten, 1:35000
Länge: 470 km
Stadtpläne, Übernachtungsverzeichnis, Höhenprofil, Spiralbindung
978-3-85000-529-6
Preis: € 13,90

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Ganz im Westen des österreichischen Bundeslandes Tirol zwischen den Gebirgsgruppen Samnaun, Verwall und Silvretta erstreckt sich das Paznaun, das beim Zusammenfluss von Rosanna und Trisanna westlich von Pians beginnt. Die hoch über dem Tal zwischen zwei Felsen schwebende Eisenbahnbrücke beim Schloss Wiesberg markiert den Taleingang. Bis zur letzten im Westen gelegenen Ortschaft des Tales, Galtür, zieht es sich über 30 Kilometer hin. Dabei liegen rund 700 Höhenmeter zwischen dem Taleingang und dem Ort. Über die Silvrettahochalpenstraße, die über das Kleinvermunt und die Bieler Höhe führt, ist das Paznaun mit dem Vorarlberger Montafon verbunden. Die Grenze zwischen Tirol und Vorarlberg liegt auf der Bieler Höhe, der Silvrettastausee und auch das Gebiet um den weiter nördlich gelegenen Kopsstausee gehören bereits zum Bundesland Vorarlberg. Das Tal wird in Ober- und Unterpaznaun gegliedert, die Grenze liegt beim Totenmannbach östlich des Ischgler Weilers Ebene, somit gehören also die Gemeinden See und Kappl zum Unter-, Ischgl und Galtür zum Oberpaznaun.
Im Süden wird das Tal von den Bergen der Samnaungruppe begrenzt; im Norden von der Verwallgruppe. Im Südwesten des Paznaun liegt die durch Ihre zahlreichen 3.000er Gipfel weithin bekannte Silvretta. Die Grenze zwischen Silvretta und Samnaungruppe bildet das Fimbatal, ein Seitental das sich von Ischgl Richtung Süden zieht. Die 3.197 Meter hohe Dreiländerspitze im Süden des Jamtales markiert das aufeinandertreffen der beiden österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg mit dem Schweizer Kanton Graubünden.
Die drei Gebirgsgruppen, die das Paznaun umgeben, bieten unterschiedlichen Wandergenuss:
Die Samnaungruppe ist von den drei Gebieten am wenigsten für Wanderer erschlossen; es gibt auch nur wenige bewirtschaftete Hütten. Die in diesem Buch beschriebenen Wanderungen der Samnaungruppe führen Sie deshalb großteils auf einsamen Wegen durch meist unberührte Gebiete. Lediglich am Weg zur Ascherhütte werden Sie mehr Wanderer treffen.
Die Verwallgruppe hingegen ist für Wanderer sehr gut erschlossen und auch sehr beliebt. Es gibt zahlreiche bewirtschaftete Hütten und mehrere Möglichkeiten, von Hütte zu Hütte zu wandern – vor allem für den durchschnittlichen Bergwanderer –, aber auch viele Aussichtsgipfel wie z. B. den leicht erreichbaren Kappler Kopf oder die Peziner Spitze.
Die Silvretta ist wohl die bekannteste Gebirgsgruppe von den dreien. Die zahlreichen Gletscher gaben Ihr den Namen „Blaue Silvretta“. Hier gibt es jede Menge Gipfel – teilweise auch über der 3.000-Meter-Marke – zu erklimmen, die einzigartige Aussicht bieten. Auch wenn die Silvretta besonders bei erfahrenen Alpinisten beliebt ist, so gibt es doch einige Möglichkeiten für den Durchschnittswanderer, aussichtsreiche Gipfel zu besteigen.
Die dominierenden Gesteinsarten im Paznaun sind Gneis und Glimmerschiefer. Der stabile Gneis kommt in zahlreichen Felswänden vor und sorgt für die Beliebtheit des Tals bei Kletterern. Der brüchige Glimmerschiefer verwittert leichter und bildet dadurch etwas sanftere Formen. Erkennbar ist er durch die glänzende Oberfläche mancher Felsen oder – in stark zerkleinerter Form – als glitzernder Staub auf den Wegen.
Die Bandbreite der Vegetation erstreckt sich wegen der großen Höhendifferenzen von Obstbäumen bis hinauf in die Hochgebirgsregion mit Flechten als einzigen Pflanzen.

Streckencharakteristik

Länge, Höhenmeter und Anforderungen

Die 40 Touren dieses Buches decken eine große Bandbreite von kurzen Spaziergängen über Halbtages- und Tagestouren bis hin zu anspruchsvollen, zweitägigen Bergwanderungen ab. Die zu bewältigenden Höhenmeter im Aufstieg liegen dabei zwischen rund 100 und 1.250 Metern, die angegebenen Gehzeiten verstehen sich als Richtwerte und bewegen sich zwischen 1,5 und 7,5 Stunden. Bei der Zusammenstellung der Touren wurde auf die Begehung von Gletschern und Klettersteigen verzichtet. Entsprechend dem hochalpinen Charakter mancher Touren können aber kurze Schneefelder und drahtseilgesicherte Passagen durchaus vorkommen, an denen man zusätzlich die Hände zur Fortbewegung braucht. Das weitläufige Wegenetz im Paznaun wird regelmäßig instand gehalten und ist deswegen in bestmöglichem Zustand. Trotzdem sollten Sie nicht vergessen, dass es sich um ein hochalpines Gebiet handelt. Steile oder steinige Abschnitte kommen immer wieder vor, auch ausgesetzte Passagen sind mitunter zu bewältigen. Wetterereignisse haben in diesen Höhen manchmal sehr großen Einfluss auf die Begehbarkeit der Wege, nach heftigen Gewittern können einzelne Abschnitte erschwert oder gar nicht passierbar sein.
Schätzen Sie Ihre konditionellen und technischen Fähigkeiten realistisch ein und tasten Sie sich schon vor dem Urlaub auf Tagestouren an Ihre Grenzen heran.

Wegweisung

Im Paznaun sind alle Wege entweder rot-weiß-rot oder nur mit einem roten Streifen markiert, an den Abzweigungen finden Sie weithin sichtbare gelbe Wegweiser, die neben der Richtung teilweise auch dreistufig die Wegschwierigkeit und die ungefähre Gehzeit angeben. Sie enthalten auch Zusatzinformationen in Form leicht verständlicher Piktogramme, z. B. für Hütten, Bushaltestellen oder Seilbahnstationen. Ebenso wie die Wege werden die Markierungen und Schilder regelmäßig kontrolliert und gewartet, sie sind also immer in Top-Zustand.

Ihr Urlaub im Paznaun

Telefonvorwahl

Bitte beachten Sie, dass in diesem Buch alle Telefonnummern ohne die internationale Telefonvorwahl 0043 angeführt sind. Wenn Sie von außerhalb Österreichs anrufen, nach dieser Vorwahl bitte die 0 der Ortsvorwahl weglassen.

Zentrale Infostelle

Tourismusverband Paznaun – Ischgl, Infobüro Galtür, Hausnr. 39, 6563 Galtür,  050990/200, www.galtuer.com
Tourismusverband Paznaun – Ischgl, Dorfstr. 43, 6561 Ischgl,  050990/100, www.ischgl.com
Tourismusverband Paznaun – Kappl, Infobüro Kappl, Dorf 112, 6555 Kappl,  050990/300, www.kappl.com
Tourismusverband Paznaun – See, Infobüro See, Hausnr. 178, 6553 See,  050990/400, www.see.at

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