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La Palma

Die schönsten Küsten- und Bergtouren im grünen Wanderparadies der Kanarischen Inseln

200 Seiten, 1:35000
Länge: 350 km
Stadtpläne, Höhenprofil, Spiralbindung
978-3-85000-532-6
Preis: € 14,90

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La Palma

La Palma ist die drittkleinste der Kanarischen Inseln und liegt im Westen der Inselgruppe im Atlantischen Ozean vor der Nordwestküste Afrikas. Wie die anderen Kanarischen Inseln auch gehört La Palma zu Spanien und ist vulkanischen Ursprungs. Die Insel ist 45?Kilometer lang und 28?Kilometer breit, auf ihr leben ca. 80.000?Menschen. Die Inselhauptstadt Santa Cruz liegt auf der Ostseite. Größte Stadt und kulturelles Zentrum der Insel ist Los Llanos de Aridane, im Westen gelegen.
La Palma weist sehr große Höhenunterschiede auf, es ist eine der steilsten Inseln der Erde. In der Mitte befindet sich die Caldera de Taburiente, ein Erosionskrater gewaltigen Ausmaßes. Der Durchmesser der Caldera beträgt ca. 9?Kilometer, sie ist im Inneren bis zu 1.800?Meter tief. Der am Caldera-Rand gelegene Roque de los Muchachos ist mit seinen 2.426 Metern der höchste Gipfel der Insel. Das Landschaftsbild im grünen Norden wird von schönen Steilküsten und tiefen Schluchten geprägt. Im Süden ziehen sich die Gebirgsketten Cumbre Nueva und Cumbre Vieja bis hinunter zur Südspitze, einer noch jungen Vulkanlandschaft mit großen Lavaflächen.
Aufgrund der landschaftlichen und botanischen Vielfalt wurde die gesamte Insel La Palma 2002 von der UNESCO zum Weltbiosphärenreservat erklärt.

Vegetation

La Palma weist aufgrund seiner geographischen Lage und der großen Höhenunterschiede eine besonders artenreiche Pflanzenwelt auf. Durch das milde Klima und den Einfluss der Passatwolken gibt es in einigen Regionen eine ganzjährig grüne und üppige Vegetation. Mehr als 700?wildwachsenen Planzenarten sind auf der Insel heimisch. Etwa 70 davon sind endemisch, sie kommen nur auf La Palma vor. In der untersten Küstenzone wachsen vor allem Kakteen, Agaven, Aloen und andere Sukkulenten sowie Kanarische Dattelpalmen und Drachenbäume. In höheren Regionen gedeihen in den feuchten Zonen immergrüne Laubbäume, vor allem der Lorbeerbaum, aber auch Baumheide und Gagelstrauch. Oberhalb der 1.000 Meter überwiegt Nadelwald, ab 2.000 Meter gibt es nur noch eine karge Hochgebirgsvegetation.
Als Kulturpflanzen werden vorrangig Bananen angebaut. Die in Monokultur angelegten Bananenplantagen bestimmen das Bild der Insel. Sie sind vor allem auf den fruchtbaren Vulkanböden auf der Südseite zu finden. Weitere landwirtschaftliche Produkte der Insel sind Avocados, Wein, Mandeln, Orangen und Zitronen.

Tierwelt

Auf La Palma gibt es keine größeren wildlebenden Säugetiere, auch Giftschlangen und Skorpione kommen nicht vor. Auf den Wanderungen in abgelegenen Gebieten sind immer wieder Eidechsen zu sehen. In und an Häusern sind die nachtaktiven Geckos zu finden. An den Stränden bzw. im Wasser kommen manchmal Quallen und Seeigel vor. Die Fauna zeichnet sich insgesamt durch eine Artenarmut aus. Reichlich vertreten ist jedoch eine vielfältige Insektenwelt. So gibt es wunderschöne Schmetterlinge und auch beeindruckende Käfer.

Klima

La Palma trägt den Beinamen „Insel des ewigen Frühlings“. Die Wintertemperaturen liegen bei etwa 18?Grad, im Sommer steigen die Temperaturen etwas über 25?Grad. Die milden Temperaturen und das feuchtwarme Klima sind durch den Nordostpassat bedingt. Temperaturregulierend wirkt auch der Kanarenstrom. Da sich die Passatwolken an der Gebirgskette in der Mitte der Insel abregnen, sind der Osten und der Nordosten der Insel wasserreich und grün, während sich der Westen sonnig und trocken zeigt. Die Wolken ziehen in einer Höhe von 600 bis 1.500 Metern, deshalb ist es oben auf den Höhen des Caldera-Randes meist sonnig, auch wenn die Insel von einer Wolkenschicht überzogen ist. In den höheren Lagen kann es selbst im Sommer empfindlich kalt sein. In den Wintermonaten muss am Rand der Caldera sogar mit Schneefall gerechnet werden.
Eine besondere Wetterlage entsteht auf La Palma, wenn südliche und östliche Winde im Sommer aus der Sahara trockene und sehr heiße Luft bringen. Calima wird dieser Wüstenwind genannt, er bringt für einige Tage neben großer Hitze auch feinen Sand auf die Insel.

Wanderwege auf La Palma

Vor dem Bau der Autostraßen gab es auf La Palma ein weitverzweigtes Netz an Wegen und Pfaden, die die besiedelten Regionen miteinander verbanden. Diese Wege, die von Hirten und Forstarbeitern und auch für den Transport von Waren und Gütern genutzt wurden, werden heute oft als Wanderwege begangen. Auf La Palma gibt es ein sehr umfangreiches Netz von gut gekennzeichneten Wanderwegen. Sie werden in 3?Kategorien unterteilt: GR („Gran Recorrido“) - Mehrtageswanderungen Es gibt zwei dieser rot-weiß markierten Wege. Der GR?130 verläuft entlang der Küste um die ganze Insel herum. Der GR?131 führt von Puerto Tazacorte im Westen hinauf zum Rand der Caldera und über die Vulkanroute bis zur Südspitze.
PR („Pequeño Recorrido“) - Tageswanderungen Die an einem Tag zu bewältigenden Wege sind gelb-weiß markiert. Es gibt insgesamt 19?Hauptwege und 23?Nebenwege.
SL („Sendero Local“) - lokale Wege Diese kürzeren Wege sind nicht länger als 10?Kilometer lang und grün-weiß markiert.
Die Inselregierung kommt für die Markierung und Pflege der Wanderwege auf. Nach starken Regenfällen oder auch nach Stürmen werden Wanderwege gesperrt, wenn die Begehung gefährlich ist.

Streckencharakteristik

Tourenlänge, Höhenmeter

Die 37?Wandertouren, die in diesem Buch beschrieben werden, sind überwiegend zwischen 5 und 15?Kilometer lang. Sie decken eine große Bandbreite von kurzen Spaziergängen über Halbtages- bis hin zu Tagestouren ab. Bei einigen Wanderungen besteht die Möglichkeit, sie in ihrer Länge den individuellen Vorlieben anzupassen. Alle Touren zusammen haben eine Gesamtlänge von 350?Kilometern.
Aufgrund der gewaltigen Höhenunterschiede auf La Palma sind bei dem Großteil der Touren mehr als 500?Höhenmeter im Aufstieg zu überwinden. Bei einigen längeren Touren müssen sogar ca. 1.000?Aufstiegsmeter eingeplant werden.

Wegweisung, Anforderungen

Fast alle der in diesem Buch beschriebenen Touren sind nach dem auf La Palma einheitlichen System markiert. Innerhalb einer Wanderung kann es jedoch eine wechselnde Markierung geben. Hinweise zur Beschilderung der jeweiligen Tour und zum Markierungswechsel finden Sie auf der jeweiligen Toureninfo-Seite und im Routentext.
Die meisten Routen verlaufen auf gut begehbaren Wanderpfaden. Manche der Wege sind als alte Saumpfade mit groben Steinen gepflastert. Bei den Touren im alpinen Gelände sowie bei den Wanderungen durch Schluchten und an der Steilküste entlang kommen immer wieder auch steile und steinige Abschnitte vor, bei denen Trittsicherheit erforderlich ist.

Tourenplanung

Infostellen

Fremdenverkehrsamt La Palma, Avda. Marítima, 34, E-38700 Santa Cruz de La Palma, Tel.?(+34)922/4233-40, Fax: 47, gestion@lapalmaturismo.com, www.lapalmaturismo.com Fremdenverkehrsbüro im Flughafen von La Palma, E-38738 Villa de Mazo, Tel.?(+34)922/4412106, informacion@lapalmaturismo.com

Beste Reisezeit

La Palma ist das ganze Jahr über für einen Wanderurlaub geeignet, die beste Reisezeit ist Oktober bis Juni. Für Naturliebhaber liegt die schönste Reisezeit im Frühling, denn ab Ende Januar mit Beginn der Mandelblüte ist auf der Insel fast überall eine herrliche Blütenpracht zu sehen.
In der niederschlagsärmsten Zeit von Mai bis September beträgt die mittlere Höchsttemperatur durchschnittlich 20-27?°C. Im Winter sinkt die Temperatur kaum unter 18?°C, doch in den Bergen kann es von November bis März recht kühl werden. In dieser Zeit fallen auch die meisten Niederschläge. Beachten Sie, dass Sie in den höheren Lagen oberhalb von 2.000?Metern im Winter mit Schnee und Eis rechnen müssen, so dass die Wege in diesen Bereichen aufgrund der Absturzgefahr dann nicht zu begehen sind. Wenn Sie sehr lange Wanderungen bevorzugen, sollten Sie einplanen, dass im Winter die Tageslänge 10 bis 11?Stunden beträgt, während es im Sommer bis zu 14?Stunden hell ist.

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