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Malerweg

Beeindruckende Rundtour im Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz

128 Seiten, 1:35000
Länge: 117 km
Stadtpläne, Übernachtungsverzeichnis, Höhenprofil, Spiralbindung
978-3-85000-597-5
Preis: € 14,90

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Der Malerweg

Bereits seit etwa 300 Jahren haben Künstler die faszinierende Welt des Elbsandsteingebirges in Werken verewigt. Ende des 18. Jahrhunderts kamen vermehrt Maler der Dresdner Kunstakademie in die Sächsische Schweiz. Auch viele Dichter erkoren diese Gegend als ihre bevorzugte Wanderregion. Hier konnten die Künstler eine ganz besonders eigenartige Sandsteinwelt entdecken, sie fanden in der Abgeschiedenheit der Felsenlandschaft Ruhe und Inspiration. Anhand der immer wiederkehrenden Motive, die auf den Skizzen und Bildern der Maler dargestellt waren, ließen sich die von ihnen genutzten Wege nachvollziehen. Eine bevorzugte Route begann am Liebethaler Grund, führte über die Bastei und Hohnstein zur Elbe und verlief dann im Tal der Kirnitzsch. Vorbei an Kuhstall und Großem Winterberg endete die Tour am Prebischtor.
In Anlehnung an den damaligen Weg wurde 2006 der heutige Malerweg offiziell eröffnet. Er verläuft zwischen Pirna und Schmilka in einem großen Bogen als Rundtour beiderseits der Elbe. Weitgehend führt er auf der historischen Route, erschließt aber auch neue Bereiche, denn es wurden zusätzliche touristische Attraktionen in den Wegeverlauf eingebunden.
Der Malerweg ermöglicht eine Wanderung durch die schönsten Gebiete der Sächsischen Schweiz. Einerseits sucht er wahre Touristenmagnete auf, an denen der Wanderer die eindrucksvollen Ausblicke und landschaftlichen Reize mit vielen anderen Besuchern teilt, dann wieder verläuft er in scheinbar unberührter Natur auf abgeschiedenen und stillen Pfaden. Neben den vielfältigen Sandsteinformationen und der überaus abwechslungsreichen Landschaft trägt die Elbe zur Eigenart des Weges bei. Viele Aussichtspunkte liegen direkt an der Route oder lassen sich auf kleinen Abstechern erreichen, und immer wieder kann der Wanderer sich von den Blicken ins Elbtal begeistern lassen. Manches Mal auch wird das Elbufer erreicht oder gestreift, sodass die gewaltigen Gesteinsformationen hoch über dem Fluss zu bewundern sind.
Landschaftlich ist der Weg ein Hochgenuss, den Wanderer erwartet ein unvergleichliches Wandervergnügen. Auch die Gastronomie am Wegesrand ist reichlich. Seit 2012 wird das Thema des Weges entlang der Route noch stärker aufgegriffen. Kunsthistorische Schautafeln weisen auf die Entstehungsorte berühmter Gemälde und Zeichnungen hin, zeigen diese Werke und geben viele Hintergrundinformationen.

Streckencharakteristik

Länge, Höhenmeter und Etappen

Die Weglänge des Malerwegs auf der Strecke von Liebethal nach Pirna beträgt insgesamt 115 Kilometer. Die Route ist in 8 Etappen aufgeteilt. Die Etappenlängen liegen zwischen 11 und 18 Kilometern, die Anstiege zwischen 150 und 735 Höhenmetern. Die Etappen 1 bis 5 und damit ca. 60 Prozent der Gesamtroute verlaufen rechtselbisch, häufig im Auf und Ab in Tälern und auf Felslandschaften im Nationalpark. Die letzten drei Etappen auf der linken Elbseite führen durch flaches und offenes Land, stärker hinauf geht es in diesem Bereich nur bei der Ersteigung der Tafelberge. Die einzelnen Etappen wurden so gewählt, dass sie für durchschnittliche Wanderer gut zu bewältigen sind und ausreichend Zeit für Sehenswürdigkeiten am Wegesrand oder für kleine Abstecher bleibt. Am jeweiligen Etappenende sind immer Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden. Bei Schlechtwetter oder zusätzlichen Besichtigungen wird die Kilometerleistung bei manchen Etappen eventuell geringer ausfallen. Sportliche Tourengeher wiederum können die gesamte Strecke auch in 6 Etappen bewältigen. Beachten Sie bitte bei der Reiseplanung, dass Sie auf dem Malerweg viele Aufstiege über Treppen und Stiegen laufen, die manches Mal eine zusätzliche Verschnaufpause erfordern. Häufig laden auch Aussichtspunkte zum Verweilen ein, wählen Sie also die Tageskilometer nicht zu hoch.

Wegweisung

Der gesamte Weg ist in beiden Richtungen mit dem Logo des Malerwegs oder mit der Aufschrift „Malerweg“ gekennzeichnet. In den Abschnitten, in denen der Wegverlauf mit der historischen Route übereinstimmt, ist neben dem Logo ein roter Punkt zu finden. Die Markierungen befinden sich meist direkt an den Abzweigungen, manchmal auch etwas später. Bei geradlinigem Routenverlauf sind zwischendurch in unregelmäßigen Abständen ebenfalls Markierungen angebracht. Die Sächsische Schweiz ist eine der beliebtesten deutschen Wanderregionen, das Wanderwegenetz umfasst ca. 1.200 Kilometer und weist eine sehr umfangreiche Wanderwegweisung auf. An Kreuzungspunkten sind häufig Wegweisungen mit Orts- und Zeitangaben zu finden, die auch auf Sehenswürdigkeiten etwas abseits der Route weisen. In diese Beschilderung ist der Malerweg meist integriert.
Es gibt entlang der gesamten Route leider auch einzelne Streckenabschnitte, in denen die Beschilderung mangelhaft ist. Meist betrifft das nur kurze Bereiche, manchmal sind Schilder auch nicht gleich zu erkennen oder verdreht. Wir weisen in diesem Buch im Routentext speziell darauf hin, wo erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist oder an welchen anderen Markierungen Sie sich orientieren können

Ausstattung

Entlang des Malerwegs sind vor allem in den gut erschlossenen Wandergebieten und an den touristisch bedeutenden Orten reichlich Möglichkeiten für eine Rast zu finden. Schutzhütten und Raststellen sind – im Vergleich zu anderen Fernwanderwegen – nicht so häufig anzutreffen, es gibt jedoch immer wieder Sitzbänke. Besonders hervorzuheben sind die vielen Aussichtspunkte, die mit einer Bank versehen sind und sich somit bestens für eine Pause eignen. Auch die vielfältigen Berggaststätten und Wandergasthäuser tragen zum zusätzlichen Genuss des Weges bei und ermöglichen zwischendurch immer mal wieder eine Stärkung. Lediglich die 5. Etappe führt in eine etwas abgeschiedene Region, die weniger gut ausgestattet ist. Dennoch können Sie auch auf dieser Route auf halber Strecke ein empfehlenswertes Gasthaus aufsuchen. Entlang des Malerwegs sind immer wieder Informationstafeln zu finden, die regionale Besonderheiten und spezielle Zusammenhänge in der Natur erläutern. Außerdem gibt es Schautafeln mit kunsthistorischen Erläuterungen.

Anforderungen

Der Malerweg ist touristisch sehr gut erschlossen und somit auch bestens für Einsteiger geeignet. Beachten Sie jedoch, dass die vielen Treppen und Stiegen eine kleine Herausforderung für die Kondition und besonders für die Kniegelenke darstellen. Sie sollten für diese Wanderung relativ schwindelfrei und trittsicher sein. Da der Wanderweg in wenigen kurzen Bereichen sehr eng ist und manchmal sehr steile Abschnitte zurückgelegt werden müssen, ist für die Wanderung nur ein kleiner Tagesrucksack zu empfehlen. Nutzen Sie die vielfach angebotenen Möglichkeiten des Gepäcktransfers.
Dennoch ist der Malerweg nicht übermäßig anspruchsvoll. Nach den kurzen und steilen Aufstiegen können Sie Pausen einlegen, und auch die Zahl der Tages­ki­lo­meter lässt sich gering halten. Aufgrund der guten Verkehrsanbindung haben Sie auf fast allen Etappen die Möglichkeit, Teilstücke mit Bus oder Bahn abzukürzen bzw. die Tour auch vorzeitig abzubrechen, um das Quartier aufsuchen. Nur auf der 5. Etappe ist etwas Durchhaltevermögen erforderlich, weil die Route größtenteils im Nationalpark abseits von Straßen verläuft und kaum Gelegenheit zum vorzeitigen Ausstieg bietet.
Der Malerweg ist fast immer sehr gut zu begehen. Er weist überwiegend naturbelassene Wege auf, ca. 25 Prozent der gesamten Route sind asphaltiert oder mit sonstigem Hartbelag versehen. Oft laufen Sie auf breiten Wegen, immer wieder auch auf steinigen und wurzelüberzogenen Abschnitten, auf Felsgestein und über Treppen und Stiegen. Für die gesamte Tour ist festes Schuhwerk zu empfehlen. Abhängig vom Wetter und von der Jahreszeit können kurze Passagen etwas beschwerlicher zu begehen sein, zum Beispiel wenn nach Regenzeiten der Boden aufgeweicht ist oder die Stufen und Wurzeln rutschig sind. Die Wanderung auf dem Malerweg beschert Ihnen viel Ruhe, Sie laufen selten im besiedelten Bereich und fast immer abseits von Verkehrslärm.

Tourenplanung

Infostellen

Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V., Bahnhofstr. 21, 01796 Pirna,  03501/4701-47, Fax: 48, info@saechsische-schweiz.de, www.saechsische-schweiz.de
Internetadresse zum Malerweg www.malerweg.de

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