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Jakobsweg Spanien

Camino de Santiago - Von den Pyrenäen über Pamplona nach Santiago de Compostela

264 Seiten, 1:50000
Länge: 800 km
Stadtpläne, Übernachtungsverzeichnis, Höhenprofil, Spiralbindung
978-3-85000-509-8
Preis: € 14,90

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Der Jakobsweg

Die Geschichte des Jakobsweges beginnt mit der Lebensgeschichte des Apostels Jakobus, einer der vier ersten auserwählten Jünger. Angeblich missionierte Jakobus nach dem Tod des Messias die iberische Halbinsel, kehrte danach nach Jerusalem zurück, wo König Herodes ihn enthaupten ließ. Sein Leichnam wurde von den Jüngern auf einem Boot nach Spanien gebracht, wohin ein Engel es lenkte. Jakobus wurde der Legende nach im heutigen Santiago begraben, wo im 9. Jahrhundert seine Gebeine gefunden wurden. Das Apostelgrab entwickelte sich zur Pilgerstätte, welche zuerst nur von Gläubigen aus der Umgebung besucht wurde. Im Mittelalter jedoch erfolgt ein gewaltiger Ansturm an Pilgern, die Heilung suchten, oder um Vergebung baten.
Die Folge dieses Menschenandranges resultierte im immensen Kirchen- und Klosterbau entlang der Pilgerstrecke. Von überall her kamen die Gläubigen, aus Frankreich, Portugal, von der britischen Insel, aus Deutschland oder noch weiter aus dem Norden – es bildete sich ein dichtes Wegenetz, das sich in den Pyrenäen zu einem einzigen Weg vereinigte. Dieser führte über die Berge nach Pamplona und von dort geradewegs nach Westen, bis nach Santiago. Entlang des Caminos entstanden Pilgerherbergen, um den Wanderern Unterschlupf zu gewähren.
Im 15. Jahrhundert begannen die Wallfahrten zum Apostelgrab abzuflauen, denn der wahrhaftige Grund des Pilgerns geriet in Vergessenheit und viele suchten nur noch nach Abenteuern – noch schlimmer, es entwickelten sich jede Menge kriminelle Gedanken – Pilger wurden beraubt und sogar getötet.
Erst wieder im 19. Jahrhundert erinnerte man sich in Rom an das Apostelgrab – es wurde vom Papst anerkannt und somit erlebte das Pilgern nach Santiago einen neuen Aufschwung.
Die Bedeutung des Pilgerns auf dem Jakobsweg veränderte sich im 20. Jahrhundert, nicht nur der Glaube allein war der Antrieb für die weite Wanderung, sondern vielmehr die Suche nach dem eigenen Ich, das Erkennen der eigenen körperlichen und geistigen Grenzen und auch das Interesse an der Historie des Jakobsweges.
Was ein richtiger Jakobspilger damals mit sich führte: eine Trinkflasche, einen Mantel, einen Pilgerstab, eine Jakobsmuschel und einen Pilgerpass.
Die Bedeutung der Jakobsmuschel:
Die Muschel ist das Symbol für den Pilgerweg und somit das weitverbreitetste Pilgerzeichen des Mittelalters. Sie ist eine Art Talisman für die Pilger, den man auf dem Weg oder in Santiago kaufen kann.

Der Pilgerpass

Der Pass ist ein offizielles Schriftstück, das einen als Pilger ausweist. Dazu muss man den Jakobsweg entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem Rücken eine Pferdes bewältigen. Mit diesem Pilgerpass (Credencial de Pergrinos) erhält man Unterkunft in den Pilgerherbergen und einen Stempel an den wichtigen Wegstationen. Im Pilgerbüro in Santiago de Compostela wird gegen Vorlage des abgestempelten Pilger­passes die traditionelle Pilgerurkunde ausgehändigt, quasi ein Beweis für die Pilgerreise. Diese Urkunde erhält der Pilger im Pilgerbüro neben der Kathedrale in Santiago de Compostela – Bedingungen: Fußpilger müssen mindestens die letzten 100 Kilometer, Rad- oder Reitpilger die letzten 200 Kilometer zurückgelegt haben.

Streckencharakteristik

Länge, Höhenmeter und Etappen

Insgesamt beträgt die Weglänge zwischen St. Jean-Pied-de-Port und Santiago de Compostela ca. 800 Kilometer und ca. 13.632 Aufstiegshöhenmeter, aufgeteilt auf 31 Etappen. Deren Längen liegen zwischen 15,8 und 40,3 Kilometern, die Anstiege zwischen 192 und 1.388 Höhenmetern.
Die einzelnen Etappen wurden so gewählt, dass sie für durchschnittliche Wanderer zu bewältigen und am jeweiligen Etappenende Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden sind. Besonders sportliche Tourengeher werden wahrscheinlich ein größeres Tagespensum schaffen, bei Schlechtwetter oder zusätzlichen Besichtigungen wird die Kilometerleistungen geringer ausfallen.

Wegweisung, Anforderungen

Der gesamte Weg ist in Frankreich mit der Wanderwegnummer GR 65 , in Spanien gut mit einem gelben Pfeil und dem Jakobsmuschelsymbol gekennzeichnet. Der gelbe Pfeil ist auf verschiedenste Dinge aufgemalt wie Meilensteine, Hausmauern, Bäume, Holzschilder, ja selbst auf den Asphalt, um den Pilgern die Orientierung zu erleichtern. Das blau-gelbe Jakobsbmuschelsymbol finden Sie vor allem auf Meilensteinen oder auf Verkehrsschildern. Auf dem Camino begegnen Ihnen immer wieder Jakobsmuscheln in verschiedensten Formen, aus Stein, aus Metall, gemalt oder Jakobsmuscheln selbst, als Kacheln oder als Türschmuck und auch auf Straßenschildern. Die Markierungen befinden sich zumeist in Augenhöhe an den Abzweigungen, zur Sicherheit kurz danach nochmals und auch sonst in regelmäßigen Abständen.
Der Weg führt abschnittsweise an Straßen entlang, das können kleine Landstraßen aber auch Hauptverkehrsadern sein, auf sandigen oder geschotterten Feldwegen, auf steinigen Waldwegen, weichen Wald- und Wiesenpfaden und auch auf steilen Bergpfaden. Einzelne Abschnitte können etwas verwachsen sein, Steilstücke kommen im Auf- und Abstieg immer wieder vor. Bei Nässe können einzelne Passagen etwas schwierig werden.

Tourenplanung - Infostellen

Spanisches Fremdenverkehrsamt,D-10707 Berlin,  030/8826543, www.spain.info>
Spanisches Fremdenverkehrsamt, A-1010 Wien,  01/5129580 Deutsche Jakobus-Gesellschaft e. V., D-52068 Aachen,  0241/4790-127,
www.xacobeo.es

Streckencharakteristik

Länge, Höhenmeter und Etappen

Insgesamt beträgt die Weglänge zwischen St. Jean-Pied-de-Port und Santiago de Compostela ca. 770 Kilometer und ca. 8185 Aufstiegshöhenmeter, aufgeteilt auf 31 Etappen. Deren Längen liegen zwischen 15 und 38,5 Kilometern, die Anstiege zwischen 60 und 1350 Höhenmetern.
Die einzelnen Etappen wurden so gewählt, dass sie für durchschnittliche Wanderer zu bewältigen und am jeweiligen Etappenende Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden sind. Besonders sportliche Tourengeher werden wahrscheinlich ein größeres Tagespensum schaffen, bei Schlechtwetter oder zusätzlichen Besichtigungen wird die Kilometerleistungen geringer ausfallen.

Wegweisung, Anforderungen

Der gesamte Weg ist in Frankreich mit der Wanderwegnummer GR 65 , in Spanien gut mit einem gelben Pfeil und dem Jakobsmuschelsymbol gekennzeichnet. Der gelbe Pfeil ist auf verschiedenste Dinge aufgemalt wie Meilensteine, Hausmauern, Bäume, Holzschilder, ja selbst auf den Asphalt, um den Pilgern die Orientierung zu erleichtern. Das blau-gelbe Jakobsbmuschelsymbol finden Sie vor allem auf Meilensteinen oder auf Verkehrsschildern. Auf dem Camino begegnen Ihnen immer wieder Jakobsmuscheln in verschiedensten Formen, aus Stein, aus Metall, gemalt oder Jakobsmuscheln selbst, als Kacheln oder als Türschmuck und auch auf Straßenschildern. Die Markierungen befinden sich zumeist in Augenhöhe an den Abzweigungen, zur Sicherheit kurz danach nochmals und auch sonst in regelmäßigen Abständen.
Der Weg ist meist gut zu begehen und nie ausgesetzt, einzelne Abschnitte können aber etwas verwachsen sein. Steilstücke kommen im Auf- und Abstieg immer wieder vor. Bei Nässe können einzelne Passagen etwas schwieriger werden, darauf wird im Text aber gesondert verwiesen.

Tourenplanung

Infostellen

Spanisches Fremdenverkehrsamt, D-10707 Berlin,  030/8826543, www.spain.info

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