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Hochrhöner

Wandern durch die Kuppenrhön und die Lange Rhön

140 Seiten, 1:35000
Länge: 138 km
Stadtpläne, Übernachtungsverzeichnis, Höhenprofil, Spiralbindung
978-3-85000-559-3
Preis: € 13,90

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Landschaft und Klima

Die Rhön erstreckt sich etwa 90?Kilometer von Gemünden am Main im Süden bis Vacha an der Werra im Norden und in einer Breite von ca. 50? Kilometer von Fulda im Westen bis Meiningen im Osten.
Kernstück der Rhön ist die sogenannte Hohe oder Lange Rhön im Osten, die etwa bogenförmig verläuft. Dabei handelt es sich um eine überwiegend von Wiesen und Mooren bedeckte Hochfläche auf ungefähr 800 Metern Höhe. Sie besteht aus dunklen vulkanischen Gesteinen und wird vor allem an ihren Rändern von etwas höheren Kuppen überragt. Eine solche Kuppe ist z. B. die Wasserkuppe, mit 950 Metern die höchste Erhebung des Gebirges. Die Hohe Rhön ist weitgehend von einem Saum aus Muschelkalk umgeben.
Westlich und nordwestlich der Hochfläche befindet sich die sogenannte Kuppenrhön, die aus zahlreichen einzelnen Bergen besteht, deren Inneres meistens helles vulkanisches Gestein enthält.
Die weiten unbewaldeten Flächen, die blumenreichen Bergwiesen, die oft gute Fernsicht, doch auch der Nebel über den Mooren und im Winter der Schnee schaffen Landschaftsbilder von großer Schönheit und erinnern häufig an alpine Verhältnisse. Man sollte es in der Tat einmal erlebt haben, hier über den von Nebel erfüllten Tälern auf sonnigen Höhen zu wandern und in die Ferne zu blicken. Spätestens dann erschließt sich die Rhön als das „Land der offenen Fernen“.
Durch die hohen Niederschläge und die teils wasserundurchlässigen Böden gibt es zahlreiche Quellen und ausgedehnte Moore. In der Rhön entspringen die zur Weser orientierten Flüsse Fulda, Felda und Ulster sowie die zum Main und damit Rhein fließende Fränkische Saale und die Sinn.

Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten

Neben der faszinierenden Landschaft, die in den Etappen auch bei den Hinweisen zu Geologie und Flora gewürdigt wird, gibt es im Bereich des Hochrhöners auch kulturkundliche und andere Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das weltberühmte Bad Kissingen, das romanische Grabmal des Minnesängers Otto von Bodenlauben und seiner Gattin Beatrix in Frauenroth, Kloster und Kirche auf dem Kreuzberg, das Deutsche Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe. Ferner kommen Sie durch das Rhöner Museumsdorf in Tann, passieren Frankenheim als höchstgelegenes Dorf der Rhön und erreichen schließlich das Sole-Heilbad Bad Salzungen. Ein besonderer Bestandteil der Rhönlandschaft sind nicht zuletzt die Stätten des Glaubens und der Besinnung, dazu gehören der Kreuzweg bei Stralsbach, die Kirche in Oberweißenbrunn mit ihrer Barockausstattung in neuem Gebäude oder die St.-Gangolfs-Kapelle auf der Milseburg.

Streckencharakteristik

Länge, Höhenmeter und Etappen

Der Hochrhöner führt von Bad Kissingen an der Fränkischen Saale nach Bad Salzungen an der Werra, beide Orte sind mit der Bahn zu erreichen. Am Roten Moor gabelt sich die Route. Die Westroute führt über die Kuppenrhön, die Ostroute über die Lange Rhön. Bei Andenhausen vereinigen sich beide Strecken wieder. Die Route von Bad Kissingen nach Bad Salzungen über die Kuppenrhön hat eine Länge von 138?Kilometer, über die Lange Rhön sind es 119?Kilometer.
Die vorliegende Etappeneinteilung ermöglicht unter Berücksichtigung der Etappenorte, zwischen dem Roten Moor und Andenhausen entweder die West- oder die Ostvariante zu wandern.

Wegweisung

Der Hochrhöner ist in beide Richtungen mit dem orangefarbenen „Ö“ und „Hochrhöner“ markiert. Die Zusätze „Lange Rhön“ (Ost) und „Kuppenrhön“ (West) kennzeichnen die Varianten. Der vorliegende Führer beschreibt die Begehung von Süd nach Nord. Abseits des Weges gelegene Wanderparkplätze und Siedlungen mit Übernachtungsmöglichkeit sind über Zubringer an den Hochrhöner angebunden, die mit grünem „Ö“, „Hochrhöner“ und „Zubringer“ gekennzeichnet sind. Die sog.
Extratouren, 20 hervorragende Tages-Rundtouren und ebenfalls Premium-Wege, sind immer mit dem roten Anfangsbuchstaben des Tour-Namens gekennzeichnet, z. B. „M“ für Moorweg.

Tourenplanung

Infostellen

Rhönklub Hauptvorstand, Peterstor 7, 36037 Fulda, Tel. 0661/73488, Fax: 0661/79794, hauptvorstand@rhoenklub.de Rhön Info Zentrum, Wasserkuppe 1, 36129 Gersfeld, Tel. 06654/91834-0, Fax: 06654/91834-20, tourismus@rhoen.info Tourist-Infozentrum Rhön „Haus der Schwarzen Berge“, Rhönstr. 97, 97772 Wildflecken-Oberbach, Tel. 09749/9122-0, Fax: 09749/9122-34, infozentrum@rhoen.info Rhönforum e. V., Marktpl. 29, 36419 Geisa, Tel. 036967/59482, Fax: 036967/69119, rhoenforum@rhoen.info

Wanderzeit

Die günstigste Wanderzeit ist zwischen Ende April und Anfang Oktober. Um eine oder zwei Etappen auf dem Hochrhöner zu gehen, muss die Rhön nicht völlig schneefrei sein. Leicht schneebedeckte Höhen über bereits frühlingshaften Niederungen ergeben besonders reizvolle Landschaftsbilder. Auch die Etappe von Bad Kissingen nach Premich ist bereits im April zu empfehlen. Der Hochsommer kann als besonders günstige Zeit bezeichnet werden, da über die Rhön meist ein angenehm frischer Wind weht. Im Herbst sind oft die ersten Novembertage auf den Höhen noch schneefrei und sonnig, während sich in den Niederungen der Nebel an manchen Tagen nicht mehr auflöst.
Bei Schneehöhen ab 25 Zentimeter ist das Schneeschuhwandern durchaus eine Alternative. Allerdings sollte die Etappenlänge entsprechend verkürzt und das Ziel vor Sonnenuntergang erreicht werden, da dann die Temperatur an klaren Tagen sehr schnell sinkt. Zudem muss die Ausrüstung diesem anspruchsvolleren Outdoor-Vergnügen entsprechen, das eigentlich jeder betreiben kann, der regelmäßig wandert.

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