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Engadin

Wandern in der Nationalparkregion Scuol-Samnaun-Val Müstair

208 Seiten, 1:35000
Länge: 485 km
Stadtpläne, Höhenprofil, Spiralbindung
978-3-85000-582-1
Preis: € 15,90

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Engadin: Scuol-Samnaun-Val Müstair

Wussten Sie, dass das Engadin nach dem Inn (rätoromanisch: En) benannt ist? Gemeinsam mit Samnaun und dem Val Müstair bildet Scoul im Kanton Graubünden den Bezirk Inn. Im Gegensatz zur oberengadinischen Hochebene, wo der noch junge Inn zahm talwärts zieht, haben die erdgeschichtlichen Ereignisse im unteren Inntal eine ganz andere Landschaft geformt. Die rechte Talflanke mit den Unterengadiner Dolomiten ist zerklüftet, stark bewaldet und steil. Recht verschieden haben Gletscher und Flüsse die linke Talseite geprägt, deren geologische Beschaffenheit die Ausbildung einer ziemlich breiten Talsohle und weich ansteigender runder Geländeformen mit höher gelegenen Terrassen erlaubte.
Vom Jahre 15 v. Chr. an war das Engadin Teil der römischen Provinz Raetia. Das im Engadin heute gesprochene ladinische Idiom des Rätoromanischen führt letztlich in frühe römische Zeiten zurück. Im Jahre 960 kam das Unterengadin zur Grafschaft Vinschgau. Bis 1800 wurde das Engadin immer wieder zum Kriegsschauplatz. 1803 wurden die Orte Teil des neu entstandenen Schweizer Kantons Graubünden. Ganz im Osten der Schweiz liegt das Val Müstair, auf deutsch Münstertal. Es erstreckt sich nur auf einer Länge von etwa 25 Kilometern zwischen dem Ofenpass und dem Obervinschgau. Das unterste Dorf im Münstertal, Taufers, liegt bereits jenseits der Landesgrenze, in Südtirol. Das Klima ist ein mildes, subalpines Reizklima mit staubarmer, trockener Luft und reichlich Sonnenschein. Die Dörfer liegen in Mitten unberührter Natur, keine Autobahnen und Industrieanlagen belasten die Luft – einem „Rundum-Gesund-Urlaub“ steht also nichts im Wege.
Nationalpark Der Schweizer Nationalpark ist eine Naturoase im Herzen der Alpen. Er ist mit 170?Quadratkilometern das größte Wildnisgebiet der Schweiz und der einzige Nationalpark. Er wurde schon 1914 gegründet und ist somit der älteste Nationalpark der Alpen und Mitteleuropas. Schon im Jahre 1904, regt Nationalrat Dr. Fritz Bühlmann die Gründung eines großen Schutzgebiets an, aber es gab noch einige Hürden und Hindernisse zu überwinden. Nach eingehender Prüfung erweist sich das Gebiet um den Ofenpass mit seiner Abgelegenheit und reichen Tier- und Pflanzenwelt als am besten geeignet. Pflanzen, Lebensräume und natürliche Prozesse sind seit 1914 vor menschlichen Einflüssen geschützt. Am 1.?August?2014 jährt sich der Gründungstag des Schweizerischen Nationalparks (SNP) zum hundertsten Mal. Der Nationalpark ist wie ein großes Freiluftlexikon, indem wir beobachten können, wie sich die Natur ohne menschliches Zutun entwickelt. Alpentiere wie Gämsen, Hirsche und Murmeltiere sind eines der Markenzeichen des Nationalparks. Falsches Verhalten kann mit einem Busgeld bis zu 1.000 Franken bestraft werden. Mit dieser hohen Strafe soll der Nationalparkordnung Nachdruck verschaffen werden, um dieses einmalige Kleinod zu erhalten. Flora Das Engadin ist für den Botaniker ein Fund- und Arbeitsgebiet ersten Ranges. Der Frühlingskrokus eröffnet die lang ersehnte warme Jahreszeit. Der kleine Frühlingsenzian und der Kochsche Enzian mit seiner tiefblauen Farbe und die zarten rosa Mehlprimeln folgen bald. Etwa Mitte Mai wandert man durch das Grün der Wiesen im Tal. Ein weiterer Höhepunkt im Wanderjahr ist die Alpenrosenblüte – sie läutet den Bergsommer ein. Oft sind ganze Berghänge von den leuchtend roten Blüten des Strauches bedeckt. Auf den kargen Böden zwischen Stein und Fels blüht hingegen die Silberwurz mit ihren acht weißen Blütenblättern. Natürlich findet man weiter oben auch die Bergblume schlechthin – Edelweiß. Im August und September findet man den Schnee-Enzian mit seinem verzweigten Stängel, den Bayerischen Enzian, den rotvioletten Feld-Enzian und den auffallend großen Schwalbenwurz-Enzian. Der Hochwald besteht hauptsächlich aus Lärchen und Arven (Zierbelkiefer). Die Arve findet sich längs der hochgelegenen Berghänge.

Streckencharakteristik

Länge, Höhenmeter und Touren

Die 40 Wanderungen decken eine große Bandbreite ab. Von der gemütlichen Familientour über Halbtagestouren in Flusstälern bis zu anspruchsvollen Tagestouren. Wir haben uns bemüht auch etliche Genusswanderungen aufzunehmen, denn das Unterengadin und das Val Müstair sind nicht nur ein Eldorado für alpine Wanderer. Beachten Sie, dass bei den anspruchsvollen Touren zwischen 700 und 1.300 Höhenmeter überwunden werden. Manche Wege verlaufen auf breiten Forstwegen, andere über Schotterfelder und schmale Pfade. Je nach Höhe können im Frühsommer auch immer noch ein paar Restschneefelder auftauchen. Nach starken Regenfällen können einige Abschnitte erschwert oder gar nicht passierbar sein. Erkundigen Sie sich in den Tourismusinformationen vor Ort. Grundsätzlich sind die Gehzeiten immer abhängig von der individuellen Kondition.

Wegweisung, Anforderungen

Markierungen für Wanderwege sind in der Schweiz einheitlich geregelt. Man unterscheidet: Wanderwege, Bergwanderwege und Alpinwanderwege. Wanderwege stellen keine besonderen Anforderungen an die Nutzer dar. Die Wegweisung der Wanderwege ist gelb. Bergwanderwege sind Wanderwege, welche teilweise unwegsameres Gelände erschließen. Sie sind steiler und teilweise exponiert. Besonders schwierige Passagen sind mit Seilen oder Ketten gesichert. Bäche sind unter Umständen über Furten zu passieren. Benützer von Bergwanderwegen müssen trittsicher und in guter körperlicher Verfassung sein. Die Wegweisung von Bergwanderwegen ist gelb mit weiß-rot-weißer Spitze. Die Markierungen im Gelände sind weiß-rot-weiß. Die Wegweisung der Alpinwanderwege ist blau mit weiß-blau-weißer Spitze, Bestätigungen und Markierungen sind weiß-blau-weiß. In der ganzen Schweiz gibt es etwa 50.000 Wegweiserstandorte. Montiert, geputzt und kontrolliert werden sie von den kantonalen Wanderweg-Organisationen.

Tourenplanung

Telefonvorwahl Internationale Telefonvorwahl: 0041

Infostellen

Kontakt Engadin Scuol: Gäste-Info Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG, Staziun Scuol-Tarasp, CH-7550 Scuol, Tel: +41(0)81/8618800, www.engadin.com
Kontakt Engadin Samnaun: Gäste-Info Engadin Samnaun, Chasa Riva, Dorfstr. 4, CH-7563 Samnaun Dorf, Tel: +41 (0)81/8618830, www.samnaun.ch
Kontakt Engadin Val Müstair: Gäste-Info Engadin Val Müstair, Chasa Cumünala, CH-7532 Tschierv, Tel.: +41(0)81/8618840, www.val-muestair.ch Schweizer Nationalpark, Neues Nationalparkzentrum, CH-7530 Zernez, Tel: +41(0)818514141, www.nationalpark.ch

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