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RurUfer-Radweg

"Drei Länder, ein Fluss". Von der Quelle im belgischen Venn durch Eifel und Börde zur Mündung in die Maas in den Niederlanden

92 Seiten, 1:50000
Länge: 172 km
Stadtpläne, Übernachtungsverzeichnis, Höhenprofil, Spiralbindung
978-3-85000-492-3
Preis: € 12,90

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Höhenprofil

RurUfer-Radweg

Der RurUfer-Radweg wurde in mehreren Etappen bis 2007 ausgebaut. Er ist eine landschaftlich überaus reizvolle Tour von Botrange, dem höchsten Punkt in Belgien (694 Meter) durch die StädteRegion Aachen, die Kreise Düren und Heinsberg bis in die Niederlande. Sie folgen der Rur von der Quelle im Hohen Venn bis zur Mündung in die Maas im niederländischen Roermond. Im ersten Bereich im Süden steht die Eifel mit idyllischen Tälern, Wäldern und Burgen im Vordergrund, weiter nördlich sind es die weitläufigen Flussauen, welche meist unter Naturschutz stehen. Im Südwesten erfolgt der Übergang vom Hohen Venn in die Eifelhochfläche. Das Monschauer Land ist ein Teil davon, es erstreckt sich von Kalterherberg bis hin zum Rurstausee. Das Hohe Venn, kaum gegliedert, bildet einen starken Gegensatz zu der tief von der Rur und ihren vielen Zuflüssen eingeschnittenen Hochfläche. Die tiefeingeschnittenen, schmalen Kerbtäler mit ihren bewaldeten Steilhängen werden von schroffen Felspartien durchzogen und bilden eine Schluchtwaldlandschaft. Von der Talsperre Schwammenauel bis Kreuzau befindet sich die Rur im Bereich der „Rureifel“. Durch starkes Gefälle hat sich die Rur tief und steil in den Untergrund eingegraben. Starke Windungen des Flusses bedingen hier sogenannte Umlaufberge (z. B. der Meuchelberg zwischen Hasenfeld und Heimbach). Hinter Heimbach wird das Tal weiter, nun ist auch genügend Platz für geschlossene Siedlungen. Hier prägt der Buntsandstein, wild zerklüftete Felsen und senkrecht aufragende Felstürme, das Landschaftsbild. Viele von diesen Felsformationen stehen unter Naturschutz. Zwischen den Eifelausläufern und der Zülpicher Börde fließt die Rur ab jetzt durch dichter besiedeltes Gebiet. Sowohl der wirtschaftliche, als auch der industrielle Schwerpunkt, beginnend in Untermaubach über Kreuzau, Düren, Jülich bis hin nach Linnich, zieht sich wie eine Kette entlang der Rur. Metallverarbeitung, Maschinen- und Apparatebau, Textil-, Chemie-, Glas- und in erster Linie typisch für diesen Raum, die Papierindustrie sind hier anzutreffen. Eine große Zahl dieser Betriebe benötigen für die Produktion das weiche Wasser der Rur. Deshalb wurden Nebenarme zu beiden Seiten künstlich geschaffen, um das notwendige Wasser zuzuführen. Sie werden als Mühlenteich, -bach oder Teichbach bezeichnet und münden irgendwann wieder in die Rur. Nun fließt die Rur durch die Jülicher Börde. Weite, offene Ackerflächen mit darin verstreut liegenden Dörfern begleiten den Wasserlauf. Einst die Kornkammer des „Heiligen Römischen Reiches“ ist sie heute noch eine der fruchtbarsten Landschaften Deutschlands. Auf dem letzten Abschnitt in der Freizeit-Region Heinsberg vor der niederländischen Grenze geht die trichterförmig geöffnete Rurniederung in die weite Maasebene über. Einst säumten hohe Pappeln kilometerlang die Rurufer zu beiden Seiten, jedoch findet man sie seit der Regulierung immer seltener am Flusslauf. Verstreut liegende Altarme und Herrenhäuser prägen jetzt die Niederungslandschaft. Korbweidenanbau war einst Grundlage für das Korbmachergewerbe mit überregionaler Bedeutung, er ist jedoch heute nur noch vereinzelt anzutreffen. Fördertürme und Bergehalden in Hückelhoven und Ratheim sind Zeugen erstens der ehemaligen Zeche Sophia-Jacoba und zweitens des ehemaligen Steinkohlebergbaus in der Region. Für 450 Meter verläuft dann die deutsch-niederländische Grenze genau in der Mitte der Rur. Auf der niederländischen Seite wird die Rur nun Roer geschrieben, jedoch gleich ausgesprochen. Eine Regulierung hat nie stattgefunden, daher sieht sie hier noch sehr ursprünglich aus. Darüber hinaus ist für das Grenzgebiet der Spargelanbau sehr charakteristisch. In der Maasniederung teilt sich die Rur schließlich in zwei Mündungsarme. Die Roer durchfließt das westliche Stadtgebiet von Roermond, unter der alten Bogenbrücke hindurch, vorbei an der Bischofskathedrale St. Christoffel und mündet schließlich in die Maas.

Streckencharakteristik

Länge

Die Gesamtlänge des RurUfer-Radweges beträgt 172 Kilometer. Varianten und Ausflüge sind dabei ausgenommen.

Wegequalität und Verkehr

Die Wegequalität auf dem RurUfer-Radweg ist je nach Abschnitt und Region recht unterschiedlich. Sehr bunt gemischt kommen auf der Gesamtstrecke asphaltierte Nebenstraßen, teils unbefestigte, teils asphaltierte Land- und Forstwirtschaftswege, wassergebundene Uferwege und asphaltierte Begleitradwege vor. Mit Steigungen müssen Sie im Bereich der Eifel rechnen. Von der Rurquelle bis einige Kilometer vor Düren werden Sie ständig mit leichteren, aber auch stärkeren Steigungen konfrontiert. Die restliche Wegstrecke – etwas mehr als die Hälfte der Gesamtstrecke – weist keine Steigungen auf. Verkehrsreiche Abschnitte gibt es nur einige wenige am Oberlauf in der Eifelregion, da hier manchmal auf normale Straßen ausgewichen werden muss. Weiter im Norden verläuft die Route lange Strecken auf Uferwegen direkt am Fluss und weist somit gar kein Verkehrsaufkommen auf.

Beschilderung

In Deutschland und den Niederlanden ist der RurUfer-Radweg durchgehend in beide Richtungen mit dem Radwege-Logo beschildert. In Belgien gibt es ein Knotenpunktsystem, Sie folgen den Nummern 83 und 86. Auch in den Niederlanden und teilweise in Deutschland ist die Route zusätzlich Bestandteil eines Knotenpunktsystems.

Tourenplanung

Wichtige Telefonnummern: Intern. Vorwahl für Belgien: 0032 Intern. Vorwahl für die Niederlande: 0031 Intern. Vorwahl für Deutschland: 0049

Zentrale Infostellen

Tourenplanung - Zentrale Infostelle

Rureifel-Tourismus e.V., An der Laag 4, D-52396 Heimbach, 02446/80579-0, Fax: 80579-30, E-Mail: info@rureifel-tourismus.com, www.rureifel-tourismus.de Tourismusagentur Ostbelgien, Hauptstr. 54, B-4780 St. Vith, 080/227664, Fax: 226539, info@eastbelgium.com, www.eastbelgium.com

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