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NiederRheinroute

Zwischen Ruhrgebiet und holländischer Grenze

160 Seiten, 1:75000
Länge: 1280 km
Stadtpläne, Übernachtungsverzeichnis, Spiralbindung
978-3-85000-133-5
Preis: € 12,90

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Den Niederrhein auf einen Nenner zu bringen erscheint unmöglich. Soll man diesen westlichsten Teil Deutschlands wegen seiner Naturdenkmäler und -parks hervorheben, oder wegen der zahlreichen kulturhistorischen Spuren, die die verschiedenen Völker und Religionen hier hinterlassen haben? Die verschlungene Strecke der NiederRheinroute scheint stellvertretend für die verflochtenen Pfade der niederrheinischen Geschichte und Kultur zu stehen, die Route verläuft so wenig geradlinig wie die umliegenden Orte und Landschaften eintönig sind.
Im gesamten Gebiet stößt man immer wieder auf Naturidyllen, sei es an Flussläufen, in kleineren Wald- und Wiesenstücken oder in den zahlreichen ausgewiesenen Naturschutzgebieten. Weite Teile der Strecke im Südwesten ziehen sich durch den grenzüberschreitenden Naturpark Maas-Schwalm-Nette, im Nord­osten durch Teile des Naturparks Hohe Mark. Und auch in kleineren geschützten Gebieten erlebt man eine unbeschreibliche Vielfalt von bedrohten Pflanzen und Tieren, Moore und natürliche Wälder sowie ursprüngliche Auenlandschaften wie die Bislicher Insel.
Im Laufe der Jahrhunderte hat der Niederrhein unter dem wechselnden Einfluss von Römern, Franken, Spaniern, Holländern, Preußen und Franzosen gestanden. Von überall kamen die Menschen an den Niederrhein, haben diese Region bevölkert, bekriegt und bewirtschaftet, haben ihre Spuren hinterlassen, die man in vielen Orten entlang der Strecke entdecken kann. Alle prägten Land und Leute auf eben ihre Weise. So gehen die ältesten Siedlungen am Niederrhein auf römische Siedlungen zurück, die auf der linksrheinischen Seite für eine frühe „Zivilisierung“ des Lebens sorgten und neue Techniken z. B. die Steinarchitektur einführten. So hat auch ein großer Zustrom von Glaubensflüchtlingen im 16. Jahrhundert die Textilindustrie entscheidend belebt und zu einer religiösen und kulturellen „Vervielfältigung“ im Niederrhein beigetragen. Baugeschichtlich bietet der Niederrhein ein entsprechend buntes Bild. Industriearchitektur, Herrschaftshäuser, sakrale Gebäude, Arbeitersiedlungen und alte Befestigungsanlagen in allen denkbaren Baustilen schmücken die Stationen der Strecke. Motten sind plötzlich nicht mehr ein Beispiel der tierischen Artenvielfalt sondern eine besondere Art von Wehrturm, die sich im Laufe der Jahrhunderte zum Teil zu größeren Burganlagen weiterentwickelt haben. Neben der eindrucksvollen Industrie­architektur im östlichen Niederrhein bestimmen Mühlen aller Art viele Stadt­silhouetten.
Neben den historischen Bauten ist auch das Angebot an kulturgeschichtlichen Ausstellungen überaus vielseitig. Bedeutende Sammlungen zeitgenössischer Kunst, traditionelles sakrales und bäuerliches Kunsthandwerk und viele kleine Museen mit liebevoll zusammengestellten und manchmal ungewöhnlichen Ausstellungen finden sie an der Strecke, u. a. das Beuys-Archiv auf Schloss Moyland, die Kunsthalle in Kleve, ein Konditoreimuseum in Xanten, das Plakatmuseum in Emmerich, die große Feuerwehrsammlung in Erkelenz oder das Narrenmuseum in Dülken – um nur einen kleinen Teil zu nennen.
Für eine Pause vom Drahtesel bietet der Niederrhein darüber hinaus eine Vielzahl von Abwechslungen – an vielen Orten können Sie paddeln, hoch zu Ross Ausritte unternehmen oder einfach nur die Fröhlichkeit der Rheinländer genießen. Alles in allem erwartet Sie auf der Nieder­Rheinroute ein abwechslungsreicher und zugleich erholsamer Radurlaub.

Streckencharakteristik

Länge

Die Gesamtlänge der NiederRheinroute beträgt knapp 1.280 Kilometer. Die 102 Nebenrouten ergeben zusammengerechnet eine Gesamtlänge von ungefähr 800 Kilometern.

Wegequalität & Verkehr

Die NiederRheinroute verläuft überwiegend auf ruhigen Wirtschaftswegen, auf befestigten, selten auch unbefestigten Radwegen durch die niederrheinische Landschaft. In den Ortslagen und entlang von Bundesstraßen fahren Sie auf straßenbegleitenden Radwegen. Eher selten sind Abschnitte auf stark befahrenen Straßen ohne Radweg, die nicht länger als zwei bis drei Kilometer sind. Die Oberflächenqualität der Wege und Straßen ist gut bis sehr gut. Alle Weg sind gut befahrbar und fast die gesamte NiederRheinroute verläuft auf Asphalt.

Steigung

Das Radeln auf der NiederRheinroute ist ein fast steigungsfreies und deshalb ein sehr gemütliches und erholsames Vergnügen. Die wenigen stärkeren Steigungen beschränken sich auf die Sonsbecker Schweiz zwischen Xanten und Sonsbeck und auf die Vollrather Höhe bei Grevenbroich, mit gehäuft auftretenden leichteren Steigungen müssen Sie im Kreis Heinsberg und im Naturpark Maas-Schwalm-Nette rechnen.

Beschilderung

Es gibt zwei Beschilderungen für die Nieder­Rheinroute: Eine für die Hauptroute, eine für die zahlreichen Nebenrouten, die die vielen Schleifen der Hauptroute miteinander verbinden. Die Beschilderung zeigt in der Mitte eines grünen Kreisrandes einen Pfeil mit einer geschwungenen blauen Linie und einer roten Spitze für die Hauptroute bzw. einer grünen Spitze für die Nebenrouten. Die Beschilderung der Nebenrouten ist zusätzlich mit einer Nummerierung in Schwarz versehen.
Die NiederRheinroute ist durchgängig beschildert. Allerdings variiert die Ausführung und Aufstellungspraxis von Landkreis zu Landkreis erheblich. So haben die Schilder keine einheitliche Größe, mal sind sie von weitem erkennbar, manchmal erkennt man sie an Abzweigen gerade noch im Vorbeifahren, mal gibt es nur einen kleinen Aufkleber auf einem Straßenverkehrsschild oder sehr große Richtungsweiser, an die die Beschilderung der regionalen und überregionalen Radrouten angehängt sind. Dies ist zu Beginn der Route sicherlich verwirrend, mit der Zeit gewöhnt man sich aber an diese sich ständig wechselnden Unterschiede und findet sich gut zurecht.

Tourenplanung - Zentrale Infostellen

Niederrhein Tourismus GmbH, Willy-Brandt-Ring 13, 41747 Viersen,  02162/817903, Fax: 02162/8179180, info@niederrhein-tourismus.de, www.niederrhein-tourismus.de

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