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Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

236 Seiten, 1:35000
Länge: 1 km
Stadtpläne, Übernachtungsverzeichnis, Ringbuch
978-3-85000-262-2
Preis: € 18,90

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Der Schwarzwald

Das Mittelgebirge wird im Westen durch den steilen Abbruch zum Rheintal begrenzt, im Osten und Norden durch den fließenden Übergang zu den intensiv landwirtschaftlich genutzten und daher unbewaldeten Landschaften der so genannten Gäue. Die südlich Grenze und damit die Grenze zwischen Nord- und Südschwarzwald ist definitionsabhängig, liegt aber meist im Bereich des Kinzigtals, das eine tiefe Ost-West-Kerbe durch das Gebirge schlägt. Die wichtigste Feingliederung des etwa rechteckigen Gebiets nehmen schließlich neben dem Kinzigtal die drei größeren Flüsse Murg, Enz und Nagold vor, die alle von Süd nach Nord fließen.

Der Naturpark

Nach ursprünglichen Planungen eines gemeinsamen Nationalparks Schwarzwald wurde das Gebiet im Jahr 2000 in zwei Naturparks eingeteilt, die von der Größe her die ersten beiden Plätze in Deutschland einnehmen. Die Zweiteilung ist zweckmäßig, da zwischen der Nord- und der Südhälfte des Gebirges geologische, morphologische und auch kulturelle Unterschiede bestehen: Der Südschwarzwald reicht zwar mit knapp 1500 Metern Seehöhe etwas höher hinauf (höchster Punkt im Nordschwarzwald ist die Hornisgrinde mit 1164 Metern), letzterer weist aber schroffere Übergänge zwischen Berg und Tal und daneben platte Hochflächen mit den typischen Höhensiedlungen auf.
Aus der Geologie resultiert auch eine große Vielfalt an Geländeformen: Beinahe senkrechte, felsige Karwände, Blockhalden, eng eingeschnittene Täler und kilometerlange Flachstücke auf 1000 Metern Seehöhe liegen oft auf so engem Raum nebeneinander, dass man die komplette Bandbreite schon bei einer einzigen Tagestour erleben kann.
Der Schwarzwald ist aber auch ein Gebiet mit langer Besiedlungs- und Nutzungsgeschichte in der Mitte eines bevölkerungsreichen Bundeslandes. Daher gibt es ein dichtes Netz an Wander- und Forstwegen – was die Routentexte gelegentlich etwas in die Länge zieht – und zahlreiche touristische Einrichtungen und Anlaufpunkte, viele (stellenweise auch hoch belastete) Verkehrsachsen und ein exzellentes Nahverkehrsnetz. An Wochenenden zieht der Nordschwarzwald Tagesausflügler aus einem großen Umkreis an, der bis ins Elsass, das Schweizer Unterland und in die benachbarten Bundesländer hineinreicht.

Die Tourengebiete

Die 25 Touren dieses Buches verteilen sich auf vier geographisch eingeteilte Regionen: das Tourengebiet Nordwest umfasst die Region südöstlich von Karlsruhe und nordöstlich von Baden-Baden bis zum Murgtal im Osten. Das Gebiet Nordost beinhaltet das Nagold- und das Enztal mit ihren jeweiligen Seitentälern. Im Gebiet Mitte sind alle Touren im Raum Freudenstadt und Baiersbronn bis zur Schwarzwaldhochstraße im Westen zusammengefasst. Das umfangreiche Gebiet Süd schließlich beinhaltet die Ortenau um Offenburg, das Rench- und das Kinzigtal mit seinen Zuflüssen. Die Touren 21 bis 24 stellen zusätzlich übergreifende Ost-West-Überquerungen des gesamten Schwarzwalds dar, die Tour 25 eine mehrtägige Nord-Süd-Überquerung.

Länge und Höhenmeter

Die Gesamtlänge aller Touren in diesem Mountainbike-Guide beträgt fast 1000 Kilometer, davon allein 150 Kilometer Trails, mit über 26.000 Höhenmetern. Die Tourenlängen reichen von 20,8 bis 86 Kilometer, die zu bewältigenden Anstiege liegen zwischen 480 und 1.850 Metern, bei der längsten Schwarzwald-Überquerung noch deutlich darüber.

Tourenplanung

Zentrale Infostellen

Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e.V., Naturpark-Haus, Schwarzwaldhochstr. 2 (am Ruhestein), 77889 Seebach, Tel: 07449-913054, www.naturparkschwarzwald.de

Beste Reisezeit

Die Bikesaison beginnt für die Touren bis etwa 700 Meter in der Regel ab Ende März. In höheren Lagen kann es teilweise bis Anfang Mai dauern, bis Wander- und Höhenwege ausreichend schneefrei sind, um sie mit dem Rad zu befahren. In der Ortenau um Offenburg hält sich dagegen hartnäckig die Ansicht, man könne wegen des mediterranen Einflusses ganzjährig mit dem Rad die Berge erkunden. Dies ist zwar in der Praxis von der Schneelage abhängig, doch bietet das Gebiet im Südwesten an der Abdachung zum Rheintal tatsächlich die besten lokalklimatischen Voraussetzungen, um auch im Winter nicht schon zu weit unten im Schnee stecken zu bleiben.

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